Um nicht gleich in der ersten Nacht Stress zu bekommen, fahren wir recht früh weiter. In Montenegro ist das Wildcampen eigentlich nicht so richtig erlaubt. In der Nähe von Kotor konnte Anja einen Stellplatz finden, der mit 20 Euro sehr günstig ist. Andere Stellplätze fangen so ab 40 Euro an. Dafür können wir Diesel für 1,90 € tanken.
Und hier wird es lustig in Montenegro! Man zahlt überall mit Euro. Obwohl sie kein EU-Mitgliedsstaat sind, haben sie 2002 beschlossen den Euro für sich als offizielles Zahlungsmittel zu verwenden (davor wars übrigens die deutsche Mark!!!).
Die Sprache existiert nicht wirklich, meistens kommt man mit serbische am Besten durch. Da wir beide nicht so gut serbisch sprechen, versuchen wir es überall mit englisch oder manchmal auch noch ein paar Brocken deutsch.
Als wir am Stellplatz ankommen sagt uns der Besitzer, dass leider die Duschen nicht funktionieren und auch die Toilette nur so halb – ich hab keine Ahnung, wie eine Toilette nur halb funktionieren kann, aber vielleicht meinte er auch, dass nur eine von den zweien funktioniert. Wer weiß das schon. Anja hat gleich nachverhandelt und so sank der Preis auf nur 10 Euro für die Nacht (inklusive Strom und Wasser – bei anderen Campingplätzen muss man teilweise bis zu 8 Euro nur für den Stromanschluss zahlen).
Da wir schon relativ früh unseren Platz beziehen, bekommen wir den besten Stellplatz direkt am Wasser und fahren jetzt mit dem Motorrad noch einen kleine Runde über die Lustica-Halbinsel.
Wir fahren ans Ende der Halbinsel und besichtigen einen ehemaligen U-Boot-Hangar. Nahe dem darüber liegenden Wachhaus führt eine Leiter einen Schacht hinunter – ca. 50 Meter. Wir überlegen hin und her und entscheiden uns dann gegen das Risiko und laufen außen am Ufer hinunter. Es ist ein beeindruckender Tunnel und man würde nur zu gerne wissen, wie es war, als das alles noch in Betrieb war.
Auf dem Rückweg holen wir uns noch ein Eis in Lustica-Bay. Ein künstlich erschaffener Küstenort, der wirkt wie eine Filmkulisse.
Als wir zurück am Bulli sind, ziehen wir doch tatsächlich das erste Mal auf dieser Reise lange Klamotten an – ES IST KALT!











