2026-07-10 – Der Tag der 7

Warum der Tag der 7?

Wir sind seit genau 7 Wochen unterwegs!

Wir leben auf ziemlich genau 7 m²! (Gut die Terrasse ist riesengroß)

Wir sind auf den Tag genau 777 Tage verheiratet!

Und wir sind seit Juni 2020 ein Paar – somit befinden wir uns im verflixten 7ten Jahr!

Deshalb haben wir beschlossen uns heute nicht auch nur einen Meter aus unserer Bucht zu bewegen.

Vormittags natürlich Arbeit und seit Mittag chillen wir unser Leben und waren nochmal im Meer beim Schnorcheln ohne Schnorchel. Das Wasser ist voller toller Fische und Seeigel. Beim reingehen muss man immer sehr aufpassen, dass man nicht versehentlich näheren Kontakt mit einem dieser extrem stachligen Gesellen schließt. Hier ist kein Sandstrand, sondern Kalksteinfelsen die über die Jahre ausgespült wurden. Zurück bleibt ein ekelhaft, scharfkantiger Fels über den man kaum laufen oder sich auch nur mit der Hand abstützen kann, ohne dass man das Gefühl hat, dass einem die Haut am Fels hängen bleibt.

Und seit dem heutigen Tag sind wir offiziell auch hier akzeptiert. Ich war grad im Wasser beim Tauchen und Anja hat schon im Bulli gearbeitet – Motorrad abgeladen, Küche offen, Stühle draußen, nur die Markise war (noch) nicht rausgekurbelt – ist die Polizia Locale vorbeigefahren. Dazu muss man wissen, dass man hierher nur über einen nicht mehr so richtig guten Feldweg kommt und am Eingang ist eigentlich eine Betonbarriere, bei der ein Klotz von irgendjemand auf die Seite geschoben wurde.

Am Nachmittag dann auf einmal ein Notfall! Nicht bei uns, sondern bei den Jugendlichen, die sich hier jeden Nachmittag treffen und ins Meer springen (gegen Seeigel scheinen die immun zu sein). Matteo ist aus seinem Flip-Flop gerutscht und hat sich den Zehen an den scharfen Felsen aufgerissen. Krankenschwester Anja hat ihn nach besten Wissen desinfiziert und zusammengeflickt. Die größte Überraschen war allerdings, als Matteo uns auf italienisch gefragt hat, ob wir Verbandsmaterial haben und wir ihm entgegneten, dass wir nicht so gut italienisch sprechen, meinte er auf nahezu perfektem englisch, dass das kein Problem sei und wir mit ihm gerne auch englisch sprechen könnten. Er ist 13 und hat sich englisch quasi selber beigebracht – mit Filmen, Büchern, Youtube, …! Hut ab Matteo!

Und es war der erste Abend an diesem Stellplatz, an dem die Sonne nicht hinter den Wolken unterging. Wir hatten eine Art Käsefischstäbchen und eine Schüssel leckeren Salat zum Abendessen.
Nachdem die Fischer zu ihrem Beutezug aufgebrochen sind, sitzen wir jetzt alleine in unserer Bucht bei einem Gläschen Spumante und lassen den Tag zu Ende gehen.

Gute Nacht ihr Lieben!

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