2026-07-01 – Ginosa

Wir haben beschlossen weiter zu fahren. Als nächstes wollen wir Matera anschauen.

Am Besten am Meer stehen und mit dem Motorrad nach Matera. Leider ist die Fahrt, auch wenn wir die kürzeste Strecke Meer nach Matera nehmen, immer noch über eine Stunde lang. Und man darf ja nicht vergessen, dass wenn man sich zum Sonnenuntergang was anschauen mag, dann muss man ja auch wieder nach Hause fahren.

Also haben wir beschlossen ein wenig näher an Matera heran zu rutschen und sind mit Sack und Pack ins Hinterland. In Matera und auch im nächsten Umkreis haben wir leider keine kostenlosen Stellplätze finden können. Dann sind wir in Ginosa fündig geworden. Von da aus ist’s nur noch eine knappe halbe Stunde mit dem Motorrad.

In Ginosa angekommen war uns der Stellplatz allerdings zu schräg, da wär ich vermutlich nachts immer auf Anja draufgerollt und das Kaffeewasser wäre nicht im Topf geblieben. Kein Problem, wir haben ja schon im Voraus einen zweiten Stellplatz ausfindig gemacht. Auf dem Parkplatz Belvedere außer- und oberhalb der Stadt, mussten wir leider feststellen, dass nicht alle Menschen dieser Welt wissen, dass man mitgebrachte Flaschen und anderen Hausrat auch wieder mit nach Hause mitnehmen kann und dass die Straße doch stärker befahren ist als erwartet. Hier wollten wir dann doch auch nicht bleiben – man wird ja immer wählerischer.

Was tun? Wir hatten eigentlich noch zwei weitere Stellplätze, nur sind die beide wegen dem Markt Donnerstag morgens nicht benützbar. Google Maps sei Dank haben wir im Nachbarort Laterza einen Stellplatz gefunden, nur wollten wir erst noch Ginosa erkunden. Wir sind dann auf den Parkplatz am Friedhof – der ist ja erst morgen Früh gesperrt. Von dort aus haben wir eine Wanderung durch Ginosa und die, an die Stadt grenzende, Schlucht gemacht. Nicht weil wir uns einfach in der Hitze quälen wollten, sondern, weil es dort in den Sandstein gehauene Behausungen gibt, in die man zum Einen rein kann (kostenlos) und zum Anderen waren die bis ca. 1950 noch teilweise bewohnt. Als wir so durch die Stadt spaziert sind auf unserem Weg zur Schlucht, sind wir auf drei Hunde gestoßen. Groß – frei – zwar mit Halsband, aber vermutlich Straßenhunde – die Schnauze gut auf der Höhe unserer Hände. Erst hat uns einer verfolgt und dann folgten die anderen zwei. Egal in welche Gasse wir gebogen sind, die Gang war mit dabei. Erst hatten wir ein eigenartiges Gefühl, dann ein bisschen Mitleid und am Ende unserer gemeinsamen Wanderung durch die komplette Schlucht eine tolle Zeit mit drei wildfremden Hunden. Wieder in der Stadt haben wir uns eine leckere Pizza zum Abschluss gegönnt – die Hunde immer in unserer Nähe – nicht gebettelt! Wir haben es fast nicht über’s Herz gebracht sie zurück zu lassen, aber sie gehören nach und zu Ginosa. Also haben wir uns in einem unbemerkten Augenblick weggeschlichen, damit uns ein wehmütiger Abschied erspart bleibt.

Zurück am Friedhof sind wir nach Laterza gefahren und haben unser Glück dort versucht. Ein toller Platz, riesengroß und wir haben die freie Auswahl, weil wir komplett alleine sind.

Fahrt nach Ginosa

Wanderung

Fahrt nach Laterza

Stellplatz