2026-07-06 – Tri-Tra-Trulli-Land – Martina Franca – Locorotondo – Alberobello

Montag – wir werden von der Müllabfuhr geweckt. Sie beseitigen die ganzen Müllberge des vergangenen Wochenendes. Als wir aus unserem Bulli krabbeln ist alles wieder sauber. Wow!

Wir starten mit unserer Morgenrunde Schwimmen. Der Strand füllt sich schon mit Leuten – es sind halt doch schon Ferien. Viele ältere Menschen, vermutlich Omas und Opas, sind mit ihren Enkeln am Strand, weil die Eltern oft noch keinen Urlaub haben. Die italienischen Schulkinder haben ca. 3 Monate Sommerferien, das ist für die ein oder anderen Eltern schon nicht ganz einfach.

Zurück am Bulli will ich was in unsere eigene Mülltüte werfen, die immer am Hänger ist. Da muss ich doch tatsächlich feststellen, dass die Müllabfuhr sogar unseren Müllbeutel mitgenommen hat. Die sind was umsichtig – einfach toll!

Danach starten wir mit dem Motorrad zu einer größeren Runde. Wir wollen ein paar Städtchen im Hinterland anschauen.

Martina Franca ist das erste auf unserer Runde. Kleine Gassen, wenig Menschen – es ist halt auch Mittag – da ist Siesta und die Italiener im kühlen zu Hause. Wir schlendern durch die Altstadt und genießen das Flair und sind verwundert, dass sich hierher doch schon einige Touristen verirrt haben und wir hatten davor noch nie was von diesem süßen Städtchen gehört.

Weiter geht’s über Cisternino nach Locorotondo. In Cisternino haben wir nur ganz kurz das Panorama genossen. Auf unserer ganzen Strecke fahren wir immer wieder an den hier bekannten Trulli vorbei. Was ein Trullo ist, erklär ich noch. Locorotondo versprüht einen ganz besonderen Charme. Das haben leider auch nicht nur wir auf dem Schirm und man merkt, dass man sich Alberobello nähert und der ein oder andere Tourist der Trulli-Hauptstadt entflieht oder sich die Nachbarstadt halt auch noch anschaut. Die Stadt ist sehr sauber und man fühlt sich ein bisschen wie in einem Showroom eines Städtedesigners. Es gibt ein Arancino und eine Stück der regionalen Spezialität Focaccia Barese. Die Focaccia hat einen unbeschreiblichen Geschmack. Es ist nicht viel drauf, aber es ist super intensiv.

Alberobello ist ein Muss, wenn man schon mal in der Nähe ist. Nirgendwo anders gibt es mehr Trulli auf einem Haufen als hier. Wir besuchen ein kleines Trulli-Museum und Anja hat schon die beste Eisdiele der Stadt im Vorhinein ausfindig gemacht. Mit dem Eis in der Hand setzen wir uns auf einen Piazza und genießen das bunte Treiben der Touristen und Einheimischen. Die Touristen kommen aus aller Welt, man erkennt viele verschiedene Kulturen und man hört noch mehr verschiedene Sprachen. Dann stürzen auch wir uns ins Getümmel der Gassen umgeben von den Trulli. Die meisten dienen mittlerweile als Souvenir-Shop, Restaurant, 24h-Getränke-Station oder man kann sich dort einmieten. Schön ist es trotzdem irgendwie und einmal sollte man schon hier gewesen sein.

Jetzt wollt ich’s grad verteilen und da fällt mir auf, dass ich noch gar nicht erklärt habe was ein Trullo ist.
Ein Trullo ist ein traditionelles rundes Steinhaus aus Apulien in Süditalien, bekannt für sein kegelförmiges Dach aus hellen Kalksteinplatten und den Schlussstein, der alles zusammenhält.
Wer mehr darüber erfahren mag, der kann hier alles Wichtige finden: https://de.wikipedia.org/wiki/Trullo

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Motorradtour

Spaziergang durch Martina Franca

Spaziergang durch Locorotondo

Spaziergang durch Alberobello

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