2026-08-31 – Himarë

Wir verabschieden uns von Inge und Helmut, sie wollen heute weiter nach Griechenland. Es werden noch die Nummern ausgetauscht und sich gedrückt. Toll, dass wir die zwei kennenlernen durften.

Wir starten mal wieder zu einer Erkundungstour mit dem Motorrad zu ein paar Stellen, wo wir mit dem Bulli nicht hinkommen. Erst schauen wir uns das alte Qeparo an und dann hat Anja eine Straße nach Himarë (spricht man “Himara” aus – wenn ich’s richtig verstanden habe) gefunden, die sehr interessant anfing und innerhalb von ein paar hundert Metern einfach zu interessant wurde. Ich ließ die Vernunft siegen und wir haben eine andere Strecke genommen. Himarë ist ein süßes Städtchen mit einer tollen Aussicht auf die Küste. Irgendwie finden wir durch die Gassen bis zur Burg und in die Burg hinein. Am Parkplatz hätte man für den direkten Weg 300 Lek (ca. 3,40 €) pro Person zahlen müssen, aber wir haben beim besten Willen keinen offiziellen Ein- oder Ausgang gesehen.

Das gesparte Geld haben wir am Strand von Himarë dann lieber für Pita und Eis ausgegeben (vielleicht wars auch ein bisschen mehr 🤭).

Auf der Rückfahrt haben wir bei der Burg von Porto Palermo halt gemacht und ich konnte noch ein wenig rumdrohnen. Eine Runde um die Burg und dann noch zu der nahegelegenen ehemaligen Militärbasis und den U-Boot-Tunnel inspiziert.

Als wir unsere Heimatbucht ansteuern sehen wir von oben ein Gespann stehen. Inge und Helmut? Kann ja nicht sein – oder doch???
Wir rätseln, was die zwei wieder zurück getrieben haben könnten und hoffen, dass es vielleicht einfach nur jemand mit einem ähnlichen Gespann ist.
Je näher wir kommen, umso klarer ist es – es sind die zwei!
Sie hatten so Sehnsucht nach uns, dass sie die ganze Strecke von der griechischen Grenze wieder nach Borsh gefahren sind. Leider Blödsinn – eine überfreundliche griechische Grenzerin hat irgendwas auf englisch gefaselt, dass sie mit ihren Hunden gerade nicht nach Griechenland einreisen dürfen. Weitere Begründungen gabs nicht bzw. nur auf englisch, was die zwei nicht sprechen. Sie verstehen die Welt nicht mehr, sie haben alle geforderten Papiere, sie reisen seit 50 Jahren mit ihren Hunden (natürlich nicht immer die gleichen) nach Griechenland und haben so etwas noch nie erlebt. Wir versuchen gemeinsam herauszufinden, warum sie nicht einreisen dürfen, aber eine wirkliche Begründung dafür können wir im Internet auch nicht finden. Dafür können wir den beiden mit einem Telefonat nach Hause zur Tochter helfen, dann wissen die wenigstens Bescheid.

Am Abend sitzen wir noch lange zusammen draußen und tauschen uns über schon besuchte und noch offene Reiseziele aus.

Motorradtour

Qeparo Old Village

Himarë

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