2026-06-23 – Capo Rizzuto

Eigentlich wollten wir mal wieder ein bisschen länger als nur einen Tag bleiben und der Strand und das Wasser hätten es an der Stelle echt hergegeben. Leider waren es diesmal die Menschen, die uns nicht so gefallen haben. An allen anderen Stellplätzen ist man mit den Passanten ins Gespräch gekommen oder hat sich zumindest nett gegrüßt und sie gaben einem immer die Privatsphäre nicht den Bulli beim Vorbeilaufen fast schon zu sezieren. Hier ganz anders – die Leute hätten uns fast schon sagen können, dass im letzten Winkel noch eine Falte im Laken ist, aber an Grüßen war oft nicht zu denken.

Frei nach dem Motto “andere Mütter haben auch schöne Töchter” -> “andere Städte haben auch schöne Strände”, sind wir ein Stückchen weiter gerutscht. Nur wieder mal war’s nicht ganz so einfach. Wir haben uns 3 Stellplätze rausgesucht auf Park4Night.
Beim ersten haben wir uns schon gedacht, dass wir nicht hinunter fahren konnten, weil es zu steil sein könnte. Und so war’s auch.
Der zweite war quasi ums Eck, oberhalb einer schönen Bucht. Angekommen und sofort auf deutsch begrüßt worden von Luciano – ein Südtiroler, der mit seiner Frau, seinen drei Kindern und einem nicht ganz kleinen Hund im T5 unterwegs waren (und ja, sie haben alle da drin geschlafen). Jetzt aber sofort in die Badehose, die Stufen runter an den Strand und in die Fluten gestürzt. Schön mal wieder in einer kleineren Bucht zu sein und nicht an einem kilometerlangen Strand und es hatte mal wieder richtig schönen Sand, anstatt Steine und Kiesel.
Als die Sonne am Strand verschwunden war, sind wir wieder zum Bulli zurück und wollten Essen machen. Da kommt Luciano auf uns zu und sagt, dass grad ein Anwohner gekommen sei und sie darauf hingewiesen hätte, dass das kein Campingplatz sei und dass sie doch verschwinden möchten!
Was also machen? Wildcampen ist in Italien schließlich überall verboten, aber Camping ist es eigentlich erst, wenn man Sachen draußen aufbaut (Tisch, Stühle) oder sein Klappdach aufbaut oder die Markise rauskurbelt. Nur wenn selbst Luciano, ein Italiener, sagt, dass sie lieber weiterziehen, dann brauchen wir uns als Deutsche nicht auf einen eventuelle Diskussion mit der Polizei einlassen.
Wir hatten uns ja noch einen dritten Stellplatz rausgesucht. Dann halt doch der – Google Maps gestartet und los geht’s. Ja, Google Maps – was soll ich sagen. Jetzt können wir wenigstens mit Fug und Recht behaupten, dass wir mit dem Bulli (und dem Hänger) so richtig querfeldein gefahren sind!!! Und das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes, weil das Feld besser war als die “Straße”, die so offiziell bei Google drin ist. Wir kamen an, an unserem abgelegenen Traumstrand, wo es keine Anwohner gibt und dann hat da irgendein Hotel seinen Privatstrand mit Shuttleservice eingerichtet und den ganzen Strand mit Liegen und Sonnenschirmen zugepflastert. Aaaaaahhhhhhhh!
Aber was ist das, wir schauen am Strand entlang nach links und sehen einen wunderbaren Parkplatz direkt am Meer – keine Liegen, keine Sonnenschirme. Also ein letztes Mal wieder in den Bulli und die normale Straße zurück (ja, es hätte auch einen ganz normale Straße zu dem abgelegenen Strand gegeben) und eigentlich fast wieder an die Stelle, wo wir vor ca. 30 Minuten unsere Adventuretour begonnen hatten.

Traumhafter Strand und nette Leute die grüßen können – mehr brauchen wir nicht – wir sind angekommen.
Hier wollen wir jetzt mal auf jeden Fall gerne 3 Nächte bleiben.

Umzug (mit Umwegen)

Stellplatz