2026-07-11 – Ein neues Kapitel

Heute heißt es Abschied nehmen – vom Meer, vom wilden Camping.

Ein neues Kapitel der Reise bricht an …

Dazu muss ich etwas ausholen (wenn’s zu lang wird einfach die Bilder unten anschauen 😇🤪).
Anja und ich haben ja schon öfters auf Tiere anderer aufgepasst. Hunde, Katzen, Hennen und auch schon Pferde. Manchmal bei uns zu Hause, manchmal wohnten wir schon bei den Besitzern zu Hause (für Pferde haben wir zu Hause einfach keinen Platz). Wie kommt man auf eine solche Idee und wie kommt man an so tolle Menschen? Auf Facebook gibt es dafür eine (bzw. sogar mehrere) solche Communities. Z. B. Urlaub gegen Hand – es geht darum, dass Menschen fast rund um die Welt auch mal Urlaub machen wollen, zur Familie müssen oder sich einfach mal Unterstützung oder Gesellschaft wünschen. Also bieten sie eine Wohnmöglichkeit an und dafür passt man dann auf Tiere auf, hilft in Haus oder Garten, unterrichtet die Kinder, …. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig.

So haben wir vor knapp 5 Monaten Chris und Pam kennengelernt. Sie suchten jemanden oder ein Paar, dass sich um ihre 2 Katzen kümmert. Wir haben die Anzeige gelesen – ein Haus in der Nähe von Lecce – leben in Italien (mal zumindest auf Probe) war schon seit langem ein Traum. Wir haben uns angeschaut und uns gesagt, dass wir auf jeden Fall mal schreiben müssen. Gesagt getan! Kurz darauf haben wir dann mit den beiden telefoniert. Sie waren uns sofort sympathisch und wir bekamen die Zusage. Dann ging’s eigentlich nur noch darum, wie kommen wir denn jetzt nach Süditalien? Mit dem Flieger nach Bari und ein Mietauto nehmen? Mit dem Auto direkt runterfahren?

Schatz, willst Du vielleicht Dein Motorrad mitnehmen? Schon, aber dann können wir halt nur 80 km/h fahren. Bzw. ACHTUNG: In Italien darf man mit dem Hänger außerorts, wenn man nicht auf der Autobahn ist nur 70 km/h fahren (und da sind die Strafen recht hoch – ich hab’s schon erfahren dürfen – und es gilt für alle – auch Wohnwagen – und 100er-Zulassung ist eine deutsche Erfindung und gilt auch nur in Deutschland!!!)

Oder doch mit dem Bulli? Wir können mit dem Hänger ja dann eh nicht so schnell fahren.

Aber wenn wir schon bis gaaaaaanz runter fahren wollen wir auch alle Regionen noch bereisen, die uns in Italien noch fehlen. Ist ja nicht so viel – dachten wir. Also wann sollen wir dann losfahren? Wenn wir nebenher arbeiten wollen geht das Reisen ja doch etwas langsamer von statten. Letztes Jahr sind wir (durch eine geringe Verzögerung) an unserem Hochzeitstag nach Sizilien gestartet und ich meinte, dass das doch eine schöne Tradition werden könnte. Jetzt wäre der 24.05. aber grad auf den Pfingstsonntag gefallen und dann haben wir die Tradition gleich mal gebrochen, bevor sie zu einer werden konnte. So sind wir am Freitag vorher los. Wie es bis hierher lief, wisst ihr ja bereits.

Also sind wir gestern um kurz vor 17 Uhr bei Chris und Pam vor’s Haus gerollt. Mitten in der Pampa – es ist herrlich. Sie haben mit viel Schweiß, Nerven und noch mehr Geschick aus einer alten Bude ein traumhaftes Haus erschaffen. Wir können noch gar nicht so richtig glauben, dass wir hier die nächsten 6 Wochen verbringen können. Gut zum Meer brauchen wir jetzt etwas länger, aber dafür können wir in unserem Badezimmer tanzen – es ist größer als der ganze Bulli.

Wir lassen dann bei einem italienischen Aperitivo auf der gigantischen Dachterrasse den Abend ausklingen.
Bei Limoncello-Spritz (selbstgemachter Limoncello), gekühltem Weinchen und tollen Gesprächen über die Entstehungsgeschichte des Hauses, Urlaub und generell das Leben in Italien vergeht die Zeit wie im Flug.

Umzug ins neue Zuhause

Unsere Unterkunft für die nächsten 6 Wochen

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