Wir starten mittags zu einem Erkundungstrip. Die Straßen sind teilweise doch steiler, als es der Routenplaner vermuten lassen würde. Also wollen wir uns einen Teil der bevorstehenden Bulli-Etappe erst einmal anschauen.
Den Llogara-Pass wollen wir mit dem Gespann natürlich nicht fahren, der ist fürs Motorradfahrerherz. Leider haben wir heute nicht die allerbeste Sicht, es ist ein bisschen diesig. Trotzdem schlängeln wir uns die Kurven zur Passhöhe hinauf und werden beim Runterfahren mit einem grandiosen Blick belohnt. Wir machen einen Minispaziergang durch die “Altstadt” von Dhermi und stellen fest, dass unser Reiseführer Chatty nicht immer komplett richtig liegt.
Ein weiteres Highlight liegt noch vor uns: Gjipe-Beach (spricht man “Dschipe” aus).
Wir finden ein schattiges Plätzchen fürs Motorrad und beginnen den Abstieg in die Bucht. Auf dem ganzen Weg hat man einen herrlichen Blick auf das Wasser, das in allen Farben schimmert.
Ab und zu kommt ein Pickup vorbei – das 4×4-Taxi, das man für ca. 5 € pro Person pro Strecke auch nehmen könnte. Noch ist es nicht so weit, aber bei der Hitze haben wir Verständnis dafür, dass es manche nicht anders schaffen würden. Nur die Harten komm’n in Garten!
Ein Deutscher fährt mit seinem Offroader hinunter in die Bucht. Da fällt uns auf, dass es tatsächlich kein Fahrverbot gibt. Nur gesunder Menschenverstand sollte einen davon abhalten, es mit einem normalen Auto zu versuchen (bis auf den Albaner, der uns in seinem Audi A6 Avant Quattro entgegen kommt). Unten sehen wir, dass man hier sogar mit dem Camper übernachten darf (und runter wären wir auch gekommen 🫣)
Die Bucht ist wunderschön und mittlerweile recht bekannt. Auch wenn die Saison sich dem Ende zuneigt, haben es immer noch genügend Menschen hier hergeschafft.
Das ist uns in dem Moment allerdings völlig egal und wir springen sofort ins “kühle” Nass. Einmal mehr spülen wir uns den salzigen Schweiß mit Salzwasser vom Körper – es ist einfach herrlich. Einmal durchschwimmen wir die ganze Bucht und zurück. Der Aufstieg ist gefühlt noch wärmer und staubiger, dennoch kommen wir gut oben am Motorrad an.
Der Heimweg, diesmal durch den Llogara-Tunnel, soll zeigen, ob wir die Strecke auch mit dem Bulli schaffen können. Das Gefühl ist eigentlich ganz gut.





