Michael:
Nach dem Frühstück verbringen wir den Tag wieder am Strand. Wir spielen zu dritt Beachball – versucht das ruhig mal, es ist gar nicht so einfach – und Boccia. Alles in allem ein perfekter Strandtag. Am Abend besuchen wir nochmal unser Lieblingslokal Al Pescatore.






Fahrt zum Al Pescatore
Anja:
Nach zwei Tagen vermisse ich das Meer.
Da wir inzwischen auch unsere Heimfahrt geplant haben, wird langsam klar, dass die letzten Tage unserer Reise angebrochen sind. Von Albanien aus soll es über Montenegro und Kroatien Schritt für Schritt Richtung Heimat gehen. Ein paar Zwischenstopps stehen noch an, danach werden wir recht zügig nach Hause fahren.
Zuvor möchte ich deshalb noch einmal ans Meer. Und zwar genau an den Strand, an dem wir zuletzt gestanden haben. Noch einmal Sonne, Wasser und Strand genießen. Noch einmal nach unserem Strandhund schauen, den wir inzwischen Baccio getauft haben, und sehen, ob es ihm weiterhin gut geht.
Und am nächsten Tag kann ich von dort aus direkt zum Flughafen fahren und Michael einsammeln.
Bei der Planung unserer Heimfahrt haben wir uns auch intensiver mit dem Thema Übernachten beschäftigt. Über Montenegro haben wir viel gelesen und von anderen Reisenden gehört, dass Freistehen dort zwar offiziell nicht erlaubt ist, in der Praxis vielerorts jedoch nicht verfolgt und häufig toleriert wird.
In Kroatien sieht das deutlich anders aus. Dort ist Freistehen nicht erlaubt und auch nicht erwünscht. Wir haben von anderen Reisenden gehört, dass durchaus auch einmal Anwohner die Polizei verständigen, wenn sie Camper irgendwo frei stehen sehen. Dann können entsprechende Strafen folgen. Natürlich haben wir auch Menschen getroffen, die erzählen, dass sie seit Jahren in Kroatien frei stehen und bislang nie Probleme hatten. Uns ist die entspannte Variante trotzdem lieber. Deshalb haben wir für unsere Fahrt durch Kroatien Campingplätze reserviert.
Während ich unsere nächsten Etappen plane, wird um mich herum auf unserem aktuellen Campingplatz weiter fleißig gearbeitet.
Die Besitzer haben mir übrigens angeboten, kostenlos hier zu stehen, weil der Platz noch in der Aufbauphase ist und sie gerne Erfahrungen sammeln möchten: Was brauchen Camper? Wie kommt man auf dem Gelände zurecht? Was fehlt vielleicht noch? Im Gegenzug bekommen sie von mir Feedback aus Camper-Perspektive.
Heute werden sogar Blumen gepflanzt und wieder große Mengen Erde aufgeschüttet. Da das Gelände ziemlich am Hang liegt, sollen dadurch nach und nach weitere ebene Stellplätze entstehen.
Für mich heißt es jetzt erst einmal: Sachen zusammenpacken und noch einmal zurück ans Meer.



