2026-09-17 – Trennung

Michael:

Ich fliege nach Italien – endlich mal Urlaub 🫣

Donnerstag bis Sonntag ist mal wieder Papa-Söhne-Wochenende in der Nähe von Venedig. Lange haben Anja und ich überlegt, wie ich auch dieses Jahr dabei sein kann. Irgendwann kam Anja dann der Gedanke, ich könnte ja einfach von Tirana aus fliegen. Klar – ich flieg mal kurz wieder zurück nach Italien?!?! Warum eigentlich nicht? Anja hatte natürlich auch davor schon nach Flügen geschaut und RyanAir fliegt doch tatsächlich genau an den Tagen und das Ganze für gut 40 Euro. Also hab ich vor ein paar Wochen den Flug gebucht und heute fliege ich tatsächlich nach Treviso.

Ich soll am besten 3 Stunden vorher am Flughafen sein laut RyanAir, da ich nur mit Handgepäck reise, hab ich mich mal mit mir selber auf 1,5 Stunden geeinigt. Ziemlich Punkt 8 Uhr hat mich Anja vor dem Flughafen abgesetzt und dann sind die zwei (also Anja mit dem Bulli) im Verkehr verschwunden. Ich hab eine leckere Brotzeit mitbekommen und natürlich auch genug zum Trinken.
Ich frag am Schalter nach dem Weg und die schicken mich direkt zur Sicherheitskontrolle – da darf ich keine Getränke mitnehmen – verdammt! Also hab ich in guter Schwabenmanier die Pepsi und den halben Liter Wasser auf ex ausgetrunken. Sicherheits- und Passkontrolle hatte ich in 12 Minuten passiert, am Gate war ich 3 Minuten später. Gott sei Dank bin ich nicht 3 Stunden früher am Flughafen gewesen, sondern nur 1,5! Naja, warten muss ich trotzdem. Noch ein letztes kurzes Telefonat mit Anja, die mittlerweile schon wieder auf dem Campingplatz angekommen ist.
Um ca. 9:30 hebe ich ab und um 11 hab ich schon wieder italienischen Boden unter den Füßen – nur von oben leider Regen.

Als mein Papa-Bruder-Taxi um kurz vor halb vier aufkreuzt scheint mittlerweile wieder die Sonne und wir setzen gemeinsam die Fahrt in Richtung Ca’ Savio fort. Wir beziehen unser Mobilhome und ich gehe schonmal vor an den Strand – die Lage checken. Mal schauen, ob das Meer noch da ist. Für den Abend haben wir uns schon beim Al Pescatore einen Tisch reserviert. Hier kann man sehr gut Fisch essen und deshalb bestellen wir dreimal Fritto Misto. Danach lassen wir den Abend auf der Veranda vor unserer Bleibe bei einem Bierchen und angeregten Gesprächen ausklingen.

Flug nach Treviso

Treviso zum Camping Ca’ Savio

zum Al Pescatore

Unterkunft (Mobilhome auf Camping Ca’ Savio)

Anja:

Heute Morgen ging es früh los, denn ich habe Michael zum Flughafen gebracht. Er ist für ein paar Tage unterwegs, während ich mit dem Bulli noch in Albanien bleibe. Danach ging es für mich zurück zu unserem aktuellen Stellplatz, einem Campingplatz, der eigentlich noch gar keiner ist. Zumindest noch nicht so richtig.

Der Platz befindet sich mitten im Aufbau. Es wird geschaufelt, Erde verteilt, vorbereitet und gebaut. Gleichzeitig ist die Lage einfach wunderschön. Direkt vor uns liegt ein kleiner See, dahinter sieht man Tirana und noch weiter hinten die gewaltigen Berge Albaniens.
Rund um den Platz gibt es Pferde, Katzen, Babykatzen und den kleinen geretteten Welpen Sasha. Außerdem wird hier überall Obst und Gemüse angebaut. Eine ziemlich idyllische Kulisse für einen Campingplatz.

Dazu kommt noch ein weiterer Kontrast: Der Flughafen von Tirana ist nicht weit entfernt. Regelmäßig sieht und hört man Flugzeuge starten und landen. Abends, wenn rundherum die Lichter angehen, bekommt das Ganze noch einmal eine ganz eigene Stimmung.
Es ist wirklich eine wilde Mischung aus Landschaft, Tieren, Stadt, Bergen, Baustelle und Flughafen.
Auf dem Rückweg vom Flughafen musste ich wieder durch eine sehr niedrige Unterführung, die mit 2,08 Metern Höhe ausgeschildert ist. Der Gegenverkehr gab mir vorher Lichthupe, was ich in diesem Moment optimistisch als „Ja, das passt schon“ interpretiert habe. Erst später kam mir der Gedanke, dass die Lichthupe natürlich genauso gut „Auf keinen Fall da reinfahren!“ bedeutet haben könnte. ^^ Nun ja. Ich bin durchgekommen. Und hey, wir haben ja auch nur 2,08 Meter Höhe.
Den restlichen Tag habe ich gearbeitet, gelesen, die Aussicht genossen, Hunde und Katzen gestreichelt und ein bisschen „Haushalt“ gemacht. Also das, was man in einem Camper eben Haushalt nennt: aufräumen, Dinge sortieren und den kleinen Wohnraum wieder halbwegs auf Vordermann bringen.

Und dann habe ich noch etwas entdeckt: Man kann tatsächlich einmal komplett um den See laufen. Das wussten selbst die Besitzer des Campingplatzes nicht. Vermutlich liegt das daran, dass es mehr ein Weg quer durchs Gemüse war. Egal. Runde um den See gefunden.

Fahrt zurück zum Campingplatz

Wanderung um den See

Fahrt zum Flughafen