Mal wieder etwas Kultur kann ja auch nicht schaden. Unter dem Motto fahren wir nach Butrint in den archäologischen Park. Es sind nicht nur ein paar alte Steine, sondern das Ganze ist wunderschön wie ein Park angelegt. Unter den hohen Bäumen ist die Temperatur recht angenehm und wir genießen den Spaziergang von Ruine zu Ruine. Eine Weile lauschen wir einem deutschsprachigen Reiseführer, der allerlei interessantes über den Park erzählt.
Dann nehmen wir die “Fähre” und verlassen die Halbinsel von Ksamil nach Süden. Wir wollen einmal den Butrintsee umrunden. Erst machen wir noch bei einer kleinen Bar halt um uns zu stärken. Anja ist immer vorab sehr fleißig und versichert sich, dass wir nicht verdursten und verhungern. Sie hat die Bar Coffee Nature auf Google Maps herausgesucht, weil sie bei 51 Bewertungen eine glatte 5,0 hat! Dort angekommen werden wir vom Papa von Franz Eberhofer (also natürlich nicht der echte) herzlich empfangen. Er spricht nicht wirklich englisch – mit Händen und Füße geht’s dennoch hervorragend. Als wir so mit unserem Bierchen in seiner selbstgezimmerten Laube sitzen bringt er uns erst eine Schale mit gesalzenen Erdnüssen und als er merkt, dass wir über die Trauben, die über uns baumeln, sprechen, auch noch eine Rebe von seinen Trauben. Er schaltet sogar für uns den Fernseher ein und lässt ganz stolz auf YouTube albanische Folklore laufen. Wir zahlen umgerechnet ca. 3,30 € für einen halben Liter Elbar Bier und eine Flasche Sprudelwasser.
Unser Reiseführer empfiehlt uns die SH98 Richtung Norden zu nehmen und wir werden nicht enttäuscht. Eine schöne kurvige Straße mit wenig Verkehr und immer wieder sieht man auf den Butrintsee.
In Saranda kaufen wir noch ein wenig ein und genießen dann den Sonnenuntergang an unserem Bulli.


















