2026-08-27 – Auf den Spuren von Jack Sparrow

Gestern hat Anja noch einen Flyer für eine Bootsfahrt in der Stadt gefunden und ab da alle Angebote, die es so an der Straße gab, abfotografiert. Abends dann noch ein paar angeschrieben und heute geht’s ab aufs Piratenschiff.

Meine Assoziation mit den Piratenschiffen war, dass sie meist laut schallend vor dem Strand kreuzen und darauf junge, etwas angetrunkene Leute zur Musik Party machen. Als wir im Hafen ankommen liegen da tolle Ausflugsschiffe (kleinere und größere) und auch zwei Piratenschiffe. Auf allen läuft schon gut laute Musik – auch auf den seriös wirkenden! Mit uns meint es der DJ einigermaßen gut und es ist gar nicht so laut und die Musik ist auch in Ordnung. Wir beziehen einen Platz auf dem obersten Deck und dann geht’s auch schon los.

Wir fahren in gemütlichem Tempo quer durch die Bucht von Vlora zur Karaburun Halbinsel. Hier ist der erste Stopp und wir haben Zeit um im türkisblauen Wasser zu plantschen. Nach knapp zwei Stunden geht’s weiter zur Haxhi Ali Höhle. Es ist die größte albanische Meereshöhle. Wir können nicht nah ran, da es heute außerhalb der Bucht etwas windig ist und die Wellen es nicht zulassen. Wir drehen mit respektablem Abstand eine Runde und fahren dann weiter nach Sazan (oder mittlerweile auch Kushner-Island genannt) – eine Insel mit einer absolut interessanten Geschichte und noch mehr Bunkern. Wir bekommen ca. eine Stunde Zeit, die Insel etwas zu erkunden und schließen uns heimlich einer geführten Tour an. Es gab damals sogar eine Schule, unterirdische Labore und Kinos für die Soldaten und ihre Familien, die dort stationiert waren. Der Guide erzählt noch viel mehr – ich kann es mir nicht merken.

Nach Sazan ging’s zurück in den Hafen von Vlora und wir gehen zur Essensuche über. Anja hat wieder ganze Arbeit geleistet und ein tolles Restaurant gefunden. Wir konnten Gott sei Dank mit Karte zahlen, sonst wäre das Abendessen recht sparsam ausgefallen.

Da wir morgen Richtung Süden fahren wollen, wäre es vermutlich gut vorher noch in der Stadt Geld abzuheben. Einfacher gesagt als getan. Wir sind in einem Nicht-EU-Land und die Währung Lek will irgendwie umgerechnet werden. Da gibt es natürlich den Kurs der EZB, dann gibt es Wechselstuben (die sind recht nah an dem Kurs) und dann gibt es die Geldautomaten – die einarmigen Banditen der Währungsbranche! Man muss erst einmal eine fixe Gebühr (zwischen 5 und 9 Euro, je nach Bank) zahlen, um Geld abzuheben. Okay, verstanden. Dann kommt aber der Wechselkurs und der ist teilweise so schlecht, dass man an dem Automat kein Geld abheben will – im heftigsten Fall wären für umgerechnet 300 abgehobene Euros 381 Euro belastet worden! Dann gibt es natürlich die Möglichkeit in Lek abzuheben und die Umrechnung macht dann die Heimatbank. Die Möglichkeit wird zwar auf dem Bildschirm angeboten, aber KEINE Bank, deren Automaten wir versucht haben, wollte auf die Gewinnspanne der eigenen Umrechnung verzichten und ich wollte den angebotenen Kurs nicht akzeptieren. Also bekamen wir tatsächlich kein Geld! Wir sind dann zurück zu dem Wirt, bei dem wir Abendessen waren. Er hatte uns angeboten, wir können ihn mit Karte zahlen und er gibt und dafür Bargeld. Nachteil: Er muss 3% an die Bank für die Transaktion zahlen (muss natürlich von uns getragen werden). Vorteil: Wir kriegen Geld zum Kurs unserer Heimatbank.

Jetzt haben wir Cash und können morgen entspannt losziehen.

Zum Schiff

Streifzug mit dem Piratenschiff

Karaburun

Sazan

Heimweg

Schatzsuche

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