2026-08-23 – Böse Überraschung

Heute kommen Pamela & Chris wieder nach Hause. Sie werden so gegen Nachmittag eintreffen.

Wir frühstücken gemütlich und beschließen noch ein letztes Mal an unseren Hausstrand zu fahren. Wir verpassen der Wohnung noch den letzten Schliff, damit sich die fünf auch wohl fühlen, wenn sie in ihr Heim kommen.

Google will uns heute einen anderen Weg führen, aber ich bin ja schlauer und nehme den kürzeren. Kaum auf dem Motorrad und die Auffahrt hinunter fallen uns merkwürdige “Nebelschwaden” auf. An einem so heißen Tag, kann das eigentlich nur eines bedeuten: ES BRENNT!
Und zwar sehr nah. Für uns nah genug um die Feuerwehr zu rufen und erstmal nicht an den Strand zu fahren. Was wir uns schon alles zurecht gelegt hatten, was wir nun alles erzählen können, ob wir denen am Telefon klar machen können wo und was und ob wir die auch verstehen, wenn sie auf ihrem besten high-speed-italienisch antworten??? Fragen über Fragen.
Die Lösung war wieder mal so einfach: Notruf anrufen, kurz melden und dann gefragt werden, ob wir lieber englisch oder deutsch sprechen wollen!!! Ich hab noch nie versucht in Deutschland als Italiener beim Notruf anzurufen, ich kann mir aber vorstellen, dass wir nicht alle Sprachen anbieten.
Es wurde dann ein Dolmetscher mit in die Leitung geholt, der quasi zwischen dem Notruf und uns übersetzt hat. Wir waren echt beeindruckt. Es wurde uns dann auch mitgeteilt, dass der Brand schon gemeldet worden sei und dass auch jemand käme. Richtig überrascht waren wir dann wirklich als keine Minute nach dem wir aufgelegt hatten tatsächlich zwei Feuerwehrautos vorgefahren kamen und den Brand sagen wir mal etwas beruhigt haben. Die ganze Zeit haben wir den Brand mit der Drohne beobachtet und gesehen, wie sich das Feuer seinen Weg bahnt. Fast nichts kann es aufhalten.

Nachdem die Feuerwehr dann wieder gefahren ist – es hat immer noch ordentlich gebrannt – sind wir dann auch an den Strand gefahren. Jetzt muss man dazu sagen, dass Olivenbäume, sagen wir mal, ein ungewöhnliches Brennverhalten an den Tag legen und nicht wirklich gelöscht werden können. Es wird also lediglich geschaut, dass sich das Feuer nicht weiter ausbreiten kann und dann lässt man den Rest einfach abbrennen.

Es wurde jetzt natürlich kein langer entspannter Nachmittag am Strand, sondern eher ein abspülen vom Angstschweiß. Nach der “Abkühlung” ging’s zurück und wir kontrollierten unsere Brandstelle. Immer noch stehen die Bäume in Flammen. Die Feuerwehr fuhr auch gerade nochmal vorbei und ist dann weiter – vermutlich zum nächsten Brand – heute war wieder einiges los.

Kurz vor 5 Uhr rollen die zwei bzw. fünf auf den Hof. Sie haben noch Focaccia aus Villanova von DEM Bäcker mitgebracht (und uns noch lecker Brot). Wir haben schon einen Sekt kaltgestellt und so enden wir am Abend auf der Dachterrasse und erzählen uns gegenseitig alles, was wir bis dahin noch nicht voneinander mitgekommen hatten. Die Zeit vergeht mal wieder viel zu schnell und kurz darauf fallen wir alle ins Bett. Etliche Bäume brennen immer noch.

Zum Hausstrand

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