Unser letzter großer Ausflug von Trepuzzi aus.
In Cutrofiano habe ich eine Pasticceria rausgesucht fürs Frühstück. Am Dolce Arte angekommen teilte uns die Dame hinterm Tresen mit, dass sie keine Croissants führen. Sie hat uns eine Bar empfohlen, die nicht allzu weit entfernt sein soll und wo es auch Croissants geben müsste. Sie hatte in ihrer Auslage allerdings ganz süße Aragostini – die gabs leider nur mit Schoki gefüllt. Anja wurde dennoch auch fündig und wünschte sich ein Sfogliatelle al Limone. Aus heiterem Himmel hat die nette Verkäuferin uns die zwei Teilchen geschenkt und wir mussten nichts zahlen??? So früh am morgen sahen wir eigentlich noch gar nicht so erbärmlich aus 🤭
Wir genossen unseren Appetizer und suchten die Bar. Ob wir bei der richtigen gelandet sind, wissen wir nicht. Ich entscheide mich für ein Pasticciotto und Anja nimmt ein Monachine (Blätterteig, Zucker, ein bisschen Füllung und noch mehr Zucker).
Frisch gestärkt geht’s weiter nach Specchia. Hier soll es laut unserem Reiseberater sehr schön sein und wir werden nicht enttäuscht. Die Altstadt ist nicht wirklich groß – perfekt um sich ein bisschen die Beine zu vertreten und der heutige Zeitplan hätte nicht mehr hergegeben.
Denn schon geht’s weiter zum eigentlichen Ziel der Tour: Santa Maria di Leuca
Das ist der südlichste Punkt Apuliens und hier treffen das ionische und das adriatische Meer aufeinander.
Wir fahren einmal durch die Stadt, machen kurz Halt für ein Eis und fahren dann zum Leuchtturm, der an der Ostseite der Stadt auf einer Anhöhe steht. Von hier aus hat man einen tollen Überblick und ich kann mal wieder ein bisschen mit der Drohne fliegen (leider gabs diesmal nichts dafür außer ein paar schönen Aufnahmen).
Weiter im Programm – Anja hat sich natürlich wieder um eine Wanderung gekümmert. Wir haben einen tollen Parkplatz fürs Motorrad gefunden und sind entlang der Küste bis hin zu einer wunderschönen Bucht gelaufen. Da sie so wunderschön ist und man leider auch quasi oben drüber parken kann und nicht hinlaufen muss, waren wir nicht ganz alleine…
Dennoch haben wir die Chance ergriffen und sind auch ins kühle Nass gesprungen. Okay, kühl wars nicht, aber dringend notwendig.
Als wir unseren Schweiß gegen Meersalz getauscht hatten, traten wir den Rückweg zum Motorrad an. Wir wollten ja noch weiter.
In Castro angekommen haben wir im Hafen geparkt und sind in Richtung der Boote gelaufen. Dort gibt es ein kleines Restaurant und wir bestellen mal wieder Fritto Misto auf die Hand. Die Portion war übersichtlich, aber war schön knusprig und trotzdem zart – das kriegen nicht alle hin – leider. Anja entdeckte eine Treppe in die Altstadt und so sind wir nicht hochgefahren, sondern gelaufen. Bei den Temperaturen, auch wenn’s schon Abend war, war das echt nicht so richtig entspannt. Dafür wurden wir oben an einem Aussichtspunkt mit einem zweiten Sonnenuntergang belohnt, nachdem wir sie im Hafen schonmal untergehen haben sehen. Jetzt lassen wir uns durch die Gassen treiben und bleiben in einer Bar hängen. Es gibt leckeren Aperitivo in Form von Hugo und Limoncello Spritz und einer Snackplatte, die gut für zwei reicht um satt zu werden.
Wir ändern unseren Plan. Anstatt noch weiter die Küstenstraße entlang zu fahren, bleiben wir einfach sitzen, genießen das bunte Treiben vor uns auf der Piazza und nehmen später dann einfach die schnellste Strecke nach Hause – mittlerweile ist es ja auch schon Nacht geworden. Wir schaffen es in knapp einer Stunde und Anja kann sich von den Strapazen des Motorradsitzes wieder erholen.























